Automatisierungs-Audit
Eine strategische Standortbestimmung zwischen Premium-Maklergeschäft und Service-Plattform — mit klarem Fahrplan, welche Automatisierungen jetzt den grössten Hebel haben.
Die G2G Group AG steht an einem strategischen Wendepunkt. Mit der geplanten Trennung in die zwei eigenständigen Marken G2G Immobilien (Vermarktung & Maklergeschäft) und G2G Services (Akquise-Dienstleistungen für Selbständige und Start-ups) baut Fabio Bühler eine differenzierte Positionierung im Schweizer Markt auf — weg von der Massenabfertigung, hin zu People-Business mit individueller Begleitung und einem flexiblen 70/30-Beteiligungsmodell für Partner.
Einzelbesichtigungen, persönliche Kommunikation, Augenhöhe — im Schweizer Maklermarkt ein echtes Differenzierungsmerkmal. Aktuell aber gefährdet durch hohen manuellen Aufwand: bei 30–60 Anfragen pro Mandat und 7 parallelen Mandaten skaliert die persönliche Erstreaktion nicht ohne Automatisierungsebene.
Die wichtigste Investition liegt nicht im Frontoffice, sondern im automatisierten Erst- und Folgekontakt. Eine sofortige, qualifizierende Erstreaktion ist im Schweizer PropTech-Umfeld inzwischen Standard — wer hier 4–12 Stunden braucht, verliert messbar Conversion.
Immobilien + Services erlauben einen architektonischen Vorteil: dieselbe technologische Basis (CRM, Lead-Routing, KI-Assistenz) kann für beide Brands genutzt werden. Das senkt Einstiegskosten und verkürzt Time-to-Value erheblich.
Mit dem klaren Ziel, Fabios Zeit ausschliesslich für hochwertige Erstgespräche und Besichtigungen freizuspielen.
Eine Solo-getragene Schweizer Immobilien-Brand mit klarer Vision, hybridem Geschäftsmodell und einer ungewöhnlich differenzierten Positionierung — gemessen an der Branche.
Einzelne digitale Werkzeuge punktuell, aber kein integriertes System. Lead-Verwaltung, Kommunikation und Mandatsabwicklung weitgehend manuell. Branchentypisch für Solo-Makler in der Schweiz — unterhalb dessen, was im aktuellen Marktumfeld nötig wäre.
Anteil der KMU mit aktiver KI-Integration stieg von 22 % (2024) auf 34 % (2025). Anteil ohne jegliche KI-Nutzung sank von 45 % auf 29 %. 45 % bewerten KI inzwischen positiv für ihr Geschäft.
Quelle: AXA / Sotomo · KMU-Arbeitsmarktstudie 2025
Strukturwandel im Suchverhalten dokumentiert (Localsearch · HSLU). Bei 18–29-Jährigen sind es bereits 21 %. 77 % sind grundsätzlich offen, 39 % können sich Termin-Vereinbarung via Sprach-KI vorstellen.
Quelle: KMU Digital Pulse 2025 · Localsearch / HSLU
Nur 15 % der befragten Immobilienunternehmen sind in einer fortgeschrittenen Digitalisierungsphase. Mehrheit kämpft mit Datenstandardisierung. PropTech-Anbieter versprechen bis zu 30 % Effizienzgewinne, die in der fragmentierten Schweizer Maklerlandschaft selten realisiert werden.
Strategisch relevant: Wer hier früh eine schlanke, gut integrierte Automatisierungsbasis aufbaut, hat einen mehrjährigen Vorsprung.
Quelle: Digital Real Estate Umfrage 2024 · HSLU / pom+
Wer hier nicht innerhalb von Minuten reagiert, verliert die wichtige erste Aufmerksamkeit. onOffice Immobilienmarkt-Report 2026: KI-gestützte Sofortbearbeitung wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Schweizer Makler.
Quelle: Residenture / SMG Real Estate Analyse 2025
Für ein People-Business wie Immobilienvermarktung bedeutet das nicht, dass die Hälfte der Arbeit verschwindet — sondern dass die Hälfte der Zeit, die heute in repetitive Vor- und Nacharbeit fliesst, für hochwertigen Kundenkontakt freigesetzt werden kann.
Quelle: McKinsey · übertragen via Dell AI Factory Analyse Schweiz 2025
Jeder Hebel mit Ist-Situation, konkretem Potenzial, Technologie-Ansatz und geschätztem Impact. Die zwei roten Karten sind die strategische Voraussetzung — alles andere baut darauf auf.
Bei 7 parallelen Mandaten gehen pro Objekt 30–60 Anfragen über RealAdvisor, Homegate, ImmoScout, SMG und Newhome ein. E-Mails werden grösstenteils manuell beantwortet, Interessenten persönlich angerufen — pro Anfrage 5–15 Minuten manueller Aufwand, oft zeitverzögert.
Automatisierte, individuell formulierte Erstantwort innerhalb von 60 Sekunden — inklusive Broschürenversand, Vorqualifizierung (Finanzierungsstand, Zeithorizont, Kaufmotiv) und automatischer Buchungsmöglichkeit für Einzelbesichtigungs-Slots aus Fabios Google Kalender. KI übernimmt Erstkontakt und Qualifizierung, Fabio erhält nur noch warme, terminierte Kontakte.
LLM-basierter E-Mail-/Messaging-Agent mit Anbindung an Google Kalender, RealAdvisor und perspektivisch Avendo. Persönlicher Schreibstil wird antrainiert. Sprachversion (Voice-Assistent für eingehende Anrufe) als zweite Stufe.
Direkter Hebel auf Umsatz und Schutz der persönlichen Marke — verzögerte Antworten beschädigen den Premium-Anspruch.
Aktuell keine eigene CRM-Infrastruktur. Mandate werden im Kopf, in E-Mail-Threads und über die Plattform-Backends verfolgt. Übergabe an Partner (geplantes 70/30-Modell) wäre in dieser Struktur nicht skalierbar.
Strukturierte Pipeline mit klaren Stages (Mandat-Akquise → Bewertung → Listing → Besichtigungen → Verhandlung → Abschluss), automatischer Status-Synchronisation und Sichtbarkeit für künftige Freelancer-Partner gemäss 70/30-Modell. Provisions-Tracking integriert.
Avendo (wie von Fabio bereits evaluiert) als Schweizer Branchenstandard, ergänzt um eine schlanke Integrationsschicht zu E-Mail, Kalender und Lead-Assistent.
Reduktion der mentalen Last. Klare Basis für faire Aufteilung mit Partnern bei späteren Folgegeschäften.
Strategische Voraussetzung für das geplante Wachstumsmodell.
Exposé-Texte, Bildauswahl und Beschreibungen werden weitgehend manuell erstellt. KI wird punktuell für Texte genutzt, aber ohne strukturierten Workflow. Pro Objekt mehrere Stunden Arbeit für Texterstellung und Materialaufbereitung.
Standardisierter Workflow: Eingabe der Objektdaten + Fotos → automatisierte Texterstellung (Exposé in Fabios Tonalität), Vorschlag für Schlüsselbilder, mehrsprachige Versionen (DE/FR/EN), social-tauglicher Kurztext für Instagram/LinkedIn.
Custom-Prompts mit Fabios Marken-Voice, angebunden an Bildanalyse-Modelle. Output bleibt editierbar — die KI liefert den 80-%-Stand, Fabio veredelt.
Hoher Komfortgewinn + konsistente Markenstimme über alle Objekte hinweg.
Mandate werden aktuell über die Maklerhaus-Brand und persönliche Kontakte generiert. 5–6 Mandate aus diesem Funnel gezogen, aber 50 % der Provision abgegeben. Eigene Lead-Generation existiert noch nicht.
Eigener Online-Schätzungs-Funnel auf der künftigen G2G Immobilien Website. Eigentümer geben Adresse + wenige Daten ein, erhalten sofortige automatisierte Erstschätzung — Fabio erhält den qualifizierten Lead. Anschluss mit automatisiertem Follow-up und persönlichem Erstkontakt.
Anbindung an Schätzungs-API (RealAdvisor / Wüest Partner) oder Differenzierung über eigenes Schätzmodell. KI-getriebenes Nurturing per E-Mail über 30–90 Tage.
Greift ab Monat 3–6, abhängig von Website-Fertigstellung.
Erstes Folgemandat über einen früheren Kunden bereits realisiert — der Service-Ansatz wirkt auf Empfehlungen. Aktuell aber kein systematischer Kontakt zu früheren Kunden, Interessenten oder verlorenen Leads.
Strukturiertes Kontaktprogramm: 1–2× pro Jahr persönlicher Touchpoint (Marktupdate für die Region des Verkaufs, Jahrestag-Glückwunsch, persönliche Nachricht). Alle Kontakte werden automatisch ausgelöst, von Fabio persönlich freigegeben/angepasst und versendet.
CRM-getriebene Trigger mit KI-vorgeschlagenen Texten. Wichtig: Versand erfolgt unter Fabios Absender, nicht automatisiert ohne Freigabe — das schützt den persönlichen Charakter.
Niedrig in Phase 1, mittel ab Monat 6.
Das geplante 70/30-Modell setzt eine Infrastruktur voraus, in der sich Leads, Stunden, abgerechnete Provisionen und Folgegeschäfte sauber tracken lassen. Aktuell existiert diese Infrastruktur nicht.
Geteilte technische Basis zwischen G2G Immobilien und G2G Services — derselbe Lead-Funnel, dasselbe CRM, dasselbe Reporting. Partner sehen ihre eigenen Leads, Termine und Provisionen transparent. Faire Aufteilung nach 70/30 ist technisch sauber abgebildet.
Multi-Tenant-Logik im CRM, klare Rollen- und Sichtbarkeitslogik, gemeinsame Lead-Erfassung mit Routing-Regeln (z. B. nach Region oder Spezialisierung).
Ohne diese Basis bleibt das 70/30-Modell ein Versprechen ohne Umsetzungsstruktur.
Wichtig, aber erst nach Stabilisierung von Potenzial 1 & 2.
Das zentrale Markenversprechen — individuelle, persönliche, hochwertige Begleitung — kollidiert mit 30–60 Anfragen pro Mandat. Wer auf Anfrage Nr. 47 erst nach 6 Stunden antwortet, sendet das gegenteilige Signal. Ohne automatisierten Erstreaktions-Layer ist das Premium-Versprechen ab dem 3. parallelen Mandat strukturell nicht haltbar.
Aktuell liegen Kontakte, Mandate und Interessenten verteilt: in RealAdvisor, im E-Mail-Postfach, im Maklerhaus-CRM und in Fabios Kopf. Sobald G2G Immobilien eigenständig auftritt, fehlt der saubere Datenstamm. Nicht nur operatives, sondern strategisches Problem — ohne eigene Kundenbasis ist die Brand technisch wertlos beim Aufbau des Partnernetzwerks.
RealAdvisor, Homegate und ImmoScout sind aktuell die einzigen Lead-Kanäle. Strukturelles Risiko: Aggregatoren haben in den letzten Jahren ihre Preismodelle wiederholt geändert (Lead-Provisionen, Jahres-Lizenzen, Erfolgsbeteiligungen). Eine eigene Lead-Generierung ist mittelfristig nicht optional.
13 % der Schweizer Bevölkerung suchen KMU-Dienstleistungen bereits in ChatGPT — stark steigend. Die G2G-Brands existieren in diesen Antworten heute nicht. Beim Brand-Launch sollte KI-Sichtbarkeit (strukturierte Brand-Daten, klare Positionierung, semantische Anschlussfähigkeit) von Anfang an mitgedacht werden, nicht nachträglich.
Die G2G Group hat eine ungewöhnlich klare strategische Vision für ein Solo-getragenes Maklerunternehmen. Der Anspruch an Individualität, Augenhöhe und Qualität ist im Schweizer Maklermarkt ein echter Wettbewerbsvorteil — vorausgesetzt, die operative Basis hält Schritt. Aktuell tut sie das nicht, und das Risiko liegt darin, dass Fabio seine eigene Markenversprechen mit jedem zusätzlichen Mandat unbewusst untergräbt.
Für eingehende Anfragen aus allen Plattformen, mit Anbindung an Google Kalender und automatischer Vorqualifizierung.
Inklusive Daten-Migration und sauberer Pipeline-Struktur für den 70/30-Logik-Aufbau.
Diese beiden Bausteine sind die Voraussetzung für alles, was danach kommt — und sie schaffen sofortigen, messbaren Zeitgewinn (geschätzt 8–12 Stunden pro Woche), den Fabio direkt in Mandats-Akquise und persönliche Kundenarbeit reinvestieren kann.
30 Minuten. Kostenlos. Unverbindlich. Und Sie gehen mit konkreten Umsetzungsschritten raus.